Das historische Hotel des Jahres 2006
Urwaldhaus Wirtschaft zum Bären, Rehetobel
Der Kern dieses Appenzeller Bauernhauses, eines Strickbaus aus mächtigen Fichtenbalken, stammt von 1549/50. Der allseits eingeschindelte Wohntrakt wird von einem breiten, nach einem barocken Umbau um 1725 steiler geführten Satteldach gedeckt. Bergseits ist seit 1801 eine Scheune angebaut.
Seit 1805 wird im Haus eine Gastwirtschaft, der Bären, betrieben und im Kellergeschoss weisen Reihenfenster auf einen ehemaligen Webkeller. 1815 erfolgte der bis heute erhaltene Innenausbau der beiden Gaststuben mit qualitätvollen Türen und je einem Buffet aus Kirschbaumholz. Jenes in der grossen Gaststube ist mit einem Schrankbett und einer Kastentreppe ins Obergeschoss ausgestattet. Die schlichten Fenster mit kleinen Drehflügeln, die Vorfenster mit Schiebeflügeln und die Fallläden aus der Zeit um 1900 sind original erhalten. 1860 erfolgte die Umstellung von Talg- auf Petrollampen, 1915 die Einrichtung elektrischen Lichts.
1967 kaufte die Gemeinde Rehetobel die Liegenschaft und 2003 wurde die „Bären-Robach-Stiftung“ gegründet, um die architektonisch wertvolle Substanz zu bewahren und die kulturhistorisch bedeutsame Liegenschaft nach denkmalpflegerischen Grundsätzen zu restaurieren. 2005 wurde das Gasthaus nach vorbildlicher Konservierung und Restaurierung wiedereröffnet.


