Die Arbeitsgruppe «formation permanente»
Für die französische Schweiz wurde 2003 die ICOMOS Arbeitsgruppe «Weiterbildung» mit einer klaren Zielsetzung gegründet. Alle Vorbereitungsarbeiten sowie die praxisbezogenen Lösungen einer Renovation bzw. einer Restaurierung sind konkret an Beispielobjekten zu diskutieren. Deshalb ist es der Arbeitsgruppe ein Anliegen, dass sich Fachleute sowie weitere Interessierte (Studierende, Vertreter der Bundes-, Kantons- sowie Gemeindebehörden, Besitzer, Architekten und Ingenieure) themenbezogen treffen und austauschen können. Das Ziel der Kolloquien ist der kompetente und interdisziplinäre Austausch, die Erfassung der Anforderungen und die Evaluation geeigneter Lösungen für ein jeweils spezifisches Bauobjekt einer bestimmten Epoche.
Oft stehen sich die aktuelle Komfortanspruche und die Vorstellungen der Denkmalpflege widersprüchlich gegenüber. Hier gilts zwischen beiden Vorstellungen überzeugend abzuwägen. Während im Kreise der Fachleute die wichtigen Fragen des "Wie" und "Warum" einer adäquaten Massnahme debatiert werden, so ist es der Anspruch der Arbeitgruppe, diese Fragestellungen in die Richtung einer konkreten Lösungssuche und Findung zu wenden. Durch diese Ausrichtung der Fragestellung soll sich den Teilnehmern der Weiterbildung die Geschichte des Objektes, seiner Struktur, seiner ästhetischen Aspekte, Technik und seines Material sowie seiner Gestaltungsidee erschliessen. Egal, ob die Aufgabe die Pflege und den Unterhalt, oder eine Restauration bzw. eine Renovation beinhaltet, geht es vor allem um die verborgenen Aspekte und Werte, die die kulturelle Indentität unserer Gesellschaft bilden, und die an die nachkommende Generation weiterzugeben sind. So vermittelt die konkrete Anschauung, der Besuch des Baudenkmals allen Beteiligten jene sinnlichen Wahrnehmung, die sich nicht alleine über Bücher erschliessen lässt.
Leiterin der Arbeitsgruppe ist:
Carmen Reolon
formation at icomos.ch
