{"id":1348,"date":"2017-01-16T09:03:04","date_gmt":"2017-01-16T09:03:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.icomos.ch\/?p=1348\/"},"modified":"2024-09-29T17:45:11","modified_gmt":"2024-09-29T17:45:11","slug":"alfred-wyss-nolting-dr-phil-denkmalpfleger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.icomos.ch\/it\/alfred-wyss-nolting-dr-phil-denkmalpfleger\/","title":{"rendered":"Alfred Wyss-Nolting, Dr. phil. Denkmalpfleger"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>2. November 1929 bis 5. Dezember 2016<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 5. Dezember 2016 ist Alfred Wyss, der ehemalige Denkmalpfleger des Kantons Graub\u00fcnden und des Kantons Basel Stadt, in seiner Vaterstadt gestorben. Alfred Wyss studierte an der Universit\u00e4t Basel bei Josef Gantner und in Paris. Er dissertierte 1960 mit seiner Arbeit \u00fcber das Pr\u00e4monstratenser Kloster Bellelay im Jura. Im selben Jahr wurde er zum ersten Denkmalpfleger des Kantons Graub\u00fcnden gew\u00e4hlt. Er war damit Leiter eines neu geschaffenen Amtes, zu dem auch die Fachbereiche Natur- und Landschaftsschutz geh\u00f6rten. Er befasste sich nicht nur mit der Erforschung, Konservierung, Restaurierung und Baubegleitung der Haupt- und Staatsbauten, wie dem Kloster der Benediktinerinnen St. Johann in M\u00fcstair, dem Grauen Haus, dem Regierungssitz in Chur und der romanischen Bilderdecke der Kirche St. Martin in Zillis, ihm war auch die l\u00e4ndliche Architektur und die Pflege der Ortsbilder in Graub\u00fcnden stets ein besonderes Anliegen. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Diego Giovanoli und Peter Zumthor erarbeitete Alfred Wyss die beispielhaften Siedlungsinventare von Vrin und Castasegna. Mit diesen Strukturanalysen der D\u00f6rfer wurde eine spezifische b\u00fcndnerische Bestandesaufnahme erarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Anf\u00e4ngen bestand die Kantonale Denkmalpflege Graub\u00fcnden bloss aus dem Amtsleiter, Alfred Wyss, sp\u00e4ter unterst\u00fctzte ihn die langj\u00e4hrige Sekret\u00e4rin, Frau Anny Frank. In den 18 Jahren seiner T\u00e4tigkeit in Graub\u00fcnden hat sich Alfred Wyss intensiv mit allen Teilbereichen der Denkmalkunde befasst: Kunstgeschichte, Technologie, Realienkunde, aber auch Bauforschung, Inventarisation sowie Orts-und Raumplanung. Er regte wissenschaftliche Arbeiten an und f\u00f6rderte diese, wie die Neubearbeitung des Burgenbuches von Erwin Poeschel durch Otto P. Clavadetscher und Werner Meyer, das Inventar der Bauten der Rh\u00e4tischen Bahn durch Leza Dosch und das Orgelinventar Willy Lippuners.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1978 wurde Alfred Wyss als Nachfolger von Fritz Lauber zum Denkmalpfleger der Stadt Basel berufen, wo er \u2013 wie zuvor im Kanton Graub\u00fcnden \u2013 eine zeitgem\u00e4sse Fachstelle aufbaute und vor allem das neue Denkmalpflege-Gesetz massgeblich mitgestaltete. Neben seinem Beruf in Basel war Alfred Wyss als Experte und Vizepr\u00e4sident der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Denkmalpflege (EKD) und als Vizepr\u00e4sident von ICOMOS Suisse in der ganzen Schweiz als kenntnisreicher und kritischer Fachmann gefragt. Er geh\u00f6rte zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern von ICOMOS Suisse und der Vereinigung der Schweizer Denkmalpfleger (VSD), heute Konferenz der Schweizer Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger (KSD). Alfred Wyss befasste sich intensiv mit naturwissenschaftlichen Methoden in der Denkmalpflege. So wurde er zum Gespr\u00e4chspartner und Mentor von Technologen und Restauratoren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch nach seiner Pensionierung im Jahr 1994, als Denkmalpfleger des Kantons Basel Stadt, war Alfred Wyss weiterhin in denkmalpflegerischen Fachgremien t\u00e4tig, die an seiner 34-j\u00e4hrigen Erfahrung auf dem Lande und in der Stadt teilhaben konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle, die Alfred Wyss gekannt haben, werden ihn als feinf\u00fchligen, humorvollen, kritischen und weisen Ratgeber und Freund in Erinnerung behalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Monica Bilfinger und Hans Rutishauser, Januar 2017<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. November 1929 bis 5. Dezember 2016 Am 5. 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