{"id":668,"date":"2012-07-09T12:59:21","date_gmt":"2012-07-09T12:59:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.icomos.ch\/?p=668"},"modified":"2025-12-01T09:41:24","modified_gmt":"2025-12-01T09:41:24","slug":"das-historische-hotel-des-jahres-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.icomos.ch\/it\/das-historische-hotel-des-jahres-2013\/","title":{"rendered":"Das historische Hotel des Jahres 2013"},"content":{"rendered":"\n<p>Bereits zum siebzehnten Mal seit 1997 hat die Jury, die sich aus Fachleuten in den Bereichen Denkmalpflege, Architektur, Geschichte, Gastronomie und Hotellerie zusammensetzt, \u00abdas historische Hotel des Jahres\u00bb erkoren. Aus den eingereichten Bewerbungsdossiers wurde das Hotel \u00abmonte verit\u00e0\u00bb in Ascona (TI) zum Sieger ernannt und tr\u00e4gt fortan das gesch\u00fctzte Pr\u00e4dikat \u00abHistorisches Hotel des Jahres 2013\u00bb. Der \u00abSpezialpreis 2013\u00bb ging an das Hotel Ofenhorn in Binn (VS).<\/p>\n\n\n\n<p><a class=\"download\" title=\"Initiates file download\" href=\"https:\/\/www.icomos.ch\/fileadmin\/downloads\/groups\/vgi\/Jurybericht_2013.pdf\">Jurybericht 2013.pdf<\/a><br><a class=\"download\" title=\"Initiates file download\" href=\"https:\/\/www.icomos.ch\/fileadmin\/downloads\/groups\/vgi\/Medienbericht_2013.pdf\">Medieninformation 2013.pdf<\/a><br><a class=\"download\" title=\"Initiates file download\" href=\"https:\/\/www.icomos.ch\/fileadmin\/downloads\/groups\/vgi\/Reden_zur_Preisverleihung.pdf\">Reden zur Preisverleihung.pdf<\/a><br><a class=\"external-link-new-window\" title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.presseportal.ch\/de\/pm\/100007695\/100724117\/icomos-preisverleihung-das-historische-hotel-des-jahres-2013\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Medieninformation GastroSuisse<\/a><br><a class=\"download\" title=\"Initiates file download\" href=\"https:\/\/www.icomos.ch\/fileadmin\/downloads\/groups\/vgi\/Historische_Hotels_und_Restaurants_in_der_Schweiz_2013.pdf\">Historische Hotels und Restaurants in der Schweiz 2013.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hotel monte verit\u00e0, Ascona &#8211; DAS HISTORISCHE HOTEL DES JAHRES 2013<\/h3>\n\n\n\n<p>Ausgezeichnet \u00abf\u00fcr den kontinuierlichen, sorgf\u00e4ltigen Erhalt eines der wenigen Hotels der Klassischen Moderne in der Schweiz und f\u00fcr die Komplettierung der Anlage durch eine selbstbewusste, zeitgen\u00f6ssische Architektur.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Das Hotel Monte Verit\u00e0, vom D\u00fcsseldorfer Architekten Emil Fahrenkamp f\u00fcr Baron Eduard von der Heydt geplant und 1929 realisiert, zeigt sich noch heute als Vorzeigeobjekt des Neuen Bauens. Ein begehbares Flachdach, tiefe, vorgelagerte Loggien und grosse Fensterfl\u00e4chen erf\u00fcllen das damalige Diktum von Licht, Luft und Hygiene und er\u00f6ffnen dem Gast einen wunderbaren Blick \u00fcber See und Park. Der \u00abWahrheitsberg\u00bb war bereits um 1900 Treffpunkt von K\u00fcnstlern und Intellektuellen, die sich lebensreformerischen und pazifistischen Bestrebungen widmeten,&nbsp; im Park erinnern die historischen Duschen an gelebte Freik\u00f6rperkultur. Nach dem Tod des Grafen von der Heydt ging der Besitz in eine Stiftung \u00fcber und der Hotelbau wurde mit H\u00f6rsaal und Restaurant des Architekten Livio Vacchini zum Seminarzentrum erweitert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.icomos.ch\/typo3temp\/pics\/14440a787f.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Restaurant sitzt als lichter Pavillon am Kopf der historischen Anlage und l\u00e4sst durch die grossfl\u00e4chige Verglasung den Park in den Raum fliessen. Seit der sorgf\u00e4ltigen Restaurierung von 2007 durch die Architekten Gabriele Geronzi und Bruno Reichlin gemeinsam mit dem Ingenieur Danilo Soldati sind Flure und Zimmer des Hauptbaus von 1929 strukturell wie farblich in altem Glanz erlebbar. Zu diesem stimmigen Bild tragen die aufgearbeiteten Schrankfl\u00e4chen, die schlanken Fensterrahmen und die maschinengezogenen, grossen Glasscheiben wesentlich bei. Die historischen Leuchten in den Zimmern wurden analog der erhaltenen Originale wieder hergestellt, und die M\u00f6blierung greift mit schlichtem Stahlrohrbett und Freischwinger Bauhausklassiker auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die historischen Gesellschaftsr\u00e4ume sind in Oberfl\u00e4chen und Disposition erhalten. Erst der kontinuierliche, unspektakul\u00e4re Unterhalt hat dazu gef\u00fchrt, dass dieses Hotel heute noch so authentisch dasteht. Haus, Umgebung, gastronomisches Konzept wie auch der architektonische und denkmalpflegerische Umgang mit der Substanz sind \u00fcberzeugend, sympathisch und wegweisend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Labels:<\/strong> GastroSuisse 3-Sterne Hotelklassifikation; Swiss Historic Hotel<br><strong>Adresse:<\/strong> Hotel monte verit\u00e0, Ascona<br>Via Collina 84, 6612 Ascona, TI<br>T +41 (0)91 785 40 40<br><a title=\"http:\/\/www.monteverita.org\/\" href=\"http:\/\/www.monteverita.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.monteverita.org<\/a><br>54 Zimmer, 88 Betten<br>120 Sitzpl\u00e4tze im Seminarrestaurant,<br>64 Sitzpl\u00e4tze im A-la-Carte-Restaurant und<br>64 Sitzpl\u00e4tze auf der Terrasse<br><strong>\u00d6ffnungszeiten:<\/strong> April bis Oktober<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hotel Ofenhorn, Binn &#8211; Spezialpreis 2013<\/h3>\n\n\n\n<p>Ausgezeichnet \u00abf\u00fcr die fundierte Spurensuche an einem wichtigen Hotel in den Alpen und f\u00fcr die kontinuierliche Restaurierung der Anlage durch eine engagierte Personengruppe.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Hotel Ofenhorn in Binn sind vielgestaltige Spuren seiner Geschichte sichtbar. Das Baudenkmal aus der Belle Epoque hat zwei Ausbauphasen erlebt. Der Fiescher Hotelier Josef Speckly hatte 1880 die Konzession f\u00fcr den Neubau eines Gasthauses erhalten, er\u00f6ffnet und betrieben wurde es aber von Josef und Maria Schmid. Das Hotel wurde mit Baumaterialien aus der Umgebung und mit Handwerkern aus der Region gebaut. Die M\u00f6bel lieferten Schreiner aus dem Dorf.<br>Das Hotel im \u201eTal der Mineralien\u201c zog viele G\u00e4ste aus England an, darunter den jungen Winston Churchill. Bereits 1897 konnte der Nordtrakt in Betrieb genommen werden. Die Dependance, heute Ortsmuseum, wurde um 1910 erstellt. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs setze f\u00fcr das Hotel eine wechselvolle Geschichte ein, dennoch war das Haus mit Ausnahme von wenigen Jahren immer ge\u00f6ffnet. Als gr\u00f6ssere Renovationsarbeiten anstanden, drohte dem Haus die Schliessung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Gr\u00fcndung der Pro Binntal setze 1987 ein Umdenken ein. Seither wird in regelm\u00e4ssigen Schritten die Restaurierung des Geb\u00e4udes behutsam vorangetrieben und die technische Ausstattung verbessert. 2007 wurde die Innenrestaurierung gestartet. Erste sichtbare Zeichen sind der restaurierte Speisesaal und die historischen Zimmer, wo die Tapeten mit den Blumenmotiven originalgetreu wiederhergestellt wurden. Auch auf die originale M\u00f6blierung wird grosser Wert gelegt, so dass sich den G\u00e4sten das Hotel in seinem urspr\u00fcnglichen Bild pr\u00e4sentiert. Unter kundiger F\u00fchrung wurden die originalen Deckenmalereien freigelegt und restauriert. Die in den Jahren des Zweiten Weltkriegs eingebaute Walliserstube blieb als Zeitdokument erhalten. Als Teil eines historischen Ortsbilds nationaler Bedeutung ist das Hotel Ofenhorn authentisch erlebbar geblieben. Im Kontrast zu den dunklen Holzbauten erhebt sich das hell verputzte Geb\u00e4ude noch heute \u00fcber den D\u00e4chern von Binn und zeugt in der rauen Berglandschaft vom Geist des fr\u00fchen Tourismus, als ein st\u00e4dtisches Publikum den Alpenraum f\u00fcr sich entdeckte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Labels:<\/strong>&nbsp; GastroSuisse 1-Stern Hotelklassifikation; \u201eSwiss Historic Hotel\u201c<br><strong>Adresse:<\/strong> Hotel Ofenhorn, Binn<br>Um em Achter, 3996 Binn VS<br>T: +41 (0)27 971 45 45, Fax: +41 (0)27 971 45 03<br><a title=\"blocked::http:\/\/www.ofenhorn.ch\/\" href=\"http:\/\/www.ofenhorn.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.ofenhorn.ch<\/a>, <a title=\"blocked::mailto:hotel.ofenhorn@bluewin.ch\">hotel.ofenhorn&nbsp;at&nbsp;bluewin.ch<\/a>,<br>33 Zimmer, 66 Betten<br>Bis 80 Sitzpl\u00e4tze im Salle \u00e0 manger,<br>25 Pl\u00e4tze in der Walliserstube und<br>je 15 Pl\u00e4tze im Wintergarten und im Bistro,<br>80 Pl\u00e4tze im Hotelgarten<br><strong>\u00d6ffnungszeiten:<\/strong> Mitte Mai bis Ende Oktober, Weihnachten\/Neujahr: 22. Dez. 2012 bis 6. Januar 2013 (2 Kulturwochen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits zum siebzehnten Mal seit 1997 hat die Jury, die sich aus Fachleuten in den Bereichen Denkmalpflege, Architektur, Geschichte, Gastronomie und Hotellerie zusammensetzt, \u00abdas historische Hotel des Jahres\u00bb erkoren. Aus den eingereichten Bewerbungsdossiers wurde das Hotel \u00abmonte verit\u00e0\u00bb in Ascona (TI) zum Sieger ernannt und tr\u00e4gt fortan das gesch\u00fctzte Pr\u00e4dikat \u00abHistorisches Hotel des Jahres 2013\u00bb. 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